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Jugend

 

Die Kreisgemeinschaft Preußisch Eylau führt jährlich, seit Mitte der 90er Jahre, gemeinsam mit ihren Partnern Landkreis und Stadt Verden Jugendfreizeiten durch. Die Teilnehmer sind deutsche (aus Pr. Eylauer und aus Verdener Familien) sowie polnische und russische Jugendliche, die aus dem ehemaligen Kreisgebiet Pr. Eylau stammen. Die Gesamtzahl der Teilnehmer einer Begegnung, mit den Jugendleitern, beträgt etwa 45.

Die ca. zehntägigen Begegnungen finden Ende Juli / Anfang August im jährlichen Wechsel in Verden und in Ostpreußen statt. Von den Standorten, an denen sie in Jugendherbergen untergebracht sind, unternehmen die Jugendlichen Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung und lernen sich bei Spiel und Sport und anderen gemeinsamen Aktivitäten kennen.

Die Veranstaltung, die zu einer festen Einrichtung geworden ist, hat großen Anklang bei den Teilnehmern - und ihren Familien – gefunden. Die Jugendlichen bekommen einen Einblick in die unterschiedliche Welt der anderen, und es sind bereits, über die Grenzen hinweg und trotz der Sprachprobleme, feste Freundschaften entstanden.

Die deutsch-polnisch-russische Jugendbegegnung findet dieses Jahr vom 30. Juni bis 08. Juli 2010 wieder in Verden statt.

Weitere Auskunft über diese Freizeiten oder andere Jugend-Veranstaltungen gibt die Jugendwartin der Kreisgemeinschaft:
Sabine Newrzella, E-Mail-Adresse: klaus.newrzella@arcor.de.

Jugendfreizeit 2009

Die Jugendbegegnung fand in der Zeit vom 03. bis 15. Juli 2009 im russischen und polnischen Teil Ostpreußens statt.

Die ersten fünf Tage der Begegnung verbrachten die polnischen, russischen und deutschen Jugendlichen im nördlichen Teil des Kreises Preußisch Eylau - im heutigen Bagrationowsk. In diesen abwechslungsreichen Tagen unternahmen die Teilnehmer eine Reise nach Königsberg. Im dortigen Museum wurde den Teilnehmern die Geschichte Ostpreußens - angefangen von den Prussen, ferner über den Deutschen Orden und die Zeit bis 1945 - durch einen kompetenten deutsch sprechenden Museumsführer nahe gebracht. Danach ging es in den Königsberger Tiergarten.


Preußisch Eylau/Bagrationowsk; Die gesamte Jugendgruppe mit Betreuern (Foto Herzberg)

Ein Ausflug führte am nächsten Tag auf die Kurische Nehrung mit der Besichtigung des naturkundlichen Museums. Eine Wanderung durch den Nationalpark zur "Hohen Düne" mit Blick über das Kurische Haff und eine Baderast am Ostseestrand wurden zum Höhepunkt dieses Tages. Ein weiteres Tagesziel war die Samlandküste. Hier konnten die Jugendlichen von einer Plattform aus einen Blick in das Abbaugebiet des Bernsteins werfen. Anschließend besichtigten sie das neu eingerichtete Bernsteinmuseum in Palmnicken. Mit einem Bummel durch den bekannten Badeort Rauschen endete das Programm dieser interessanten Tagesfahrt.

Der nächste Abschnitt der Reise führte dann in den polnischen Teil nach Landsberg. Dort wurden die Jugendlichen für die nächsten Tagen im Internat des Ukrainischen Gymnasiums untergebracht. Von hier unternahmen sie einen Ausflug nach Allenstein. Nach einer Führung durch das Ordensschloss Allenstein wurde das neue Planetarium besucht. Die nächsten Stunden wurden zu einem Bummel durch die schöne Stadt genutzt.

Großes Interesse weckte die Besichtigung der Marienburg unter Leitung des polnischen Burgführers Marek, der spannend erzählte und verständlich darstellen konnte.


Überfahrt mit der Fähre von Frauenburg nach Kahlberg (Frische Nehrung), Foto Herzberg

Eine weitere Tagesfahrt führte durch das Ermland nach Frauenburg, der Wirkungsstätte von Nikolaus Kopernikus. Eine Fähre brachte die Gruppe von dort über das Frische Haff nach Kahlberg (Krynica Morska) auf die Frische Nehrung.

Die Abende verbrachten die Jugendlichen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern beim gemeinsamen Grillen am Lagerfeuer, mit Discoveranstaltungen und beim Karaoke-Singen in englischer Sprache.

Bei einem eintägigen Aufenthalt in polnischen Gastfamilien konnten die deutschen Jugendlichen mit ihren russischen Freunden Einblicke in den polnischen Familienalltag gewinnen. Besonders hervorzuheben ist die Gastfreundlichkeit der Polen.

Nach 18-stündiger Rückreise kamen alle deutschen Teilnehmer wohlbehalten, aber doch recht erschöpft, am Mittwoch, dem 15. Juli 2009, gegen 07.00 Uhr morgens in Verden wieder an.

Rüdiger Herzberg